Version der Weihnachtsgeschichte
Deutscher Kapitän und Kolumnist
Doch es war kein sicheres Land und die Familie begab sich auf die Flucht nach Germanien. Sie heuerten einen des Weges kundigen Schlepper an und entlohnten ihn mit Schaffellen, Widderhörnern und selbstgemachtem Käse.
Es wurde eine sehr beschwerliche Reise durch die winterlichen Felder, nur mit Sandalen und einem leichten Tuch bekleidet. An der Grenze zur Provinz Mazedonien wurden sie aufgehalten von einem Zaun aus Nato-Stacheldraht.
Da sein Weib nun gebären sollte, verkrochen sie sich in eine Erdhöhle. Maria gebar einen Sohn und nannte ihn Jesus. Mitarbeiter einer UNO-Hilfsorganisation beschafften eine Krippe und Unterkunft in einem Stall, in dem Rind und Esel lebten, damit das Kind nicht erfriere.
Joseph hatte Angst um seine Familie und bat die Hirten, ihm einen Weg nach Germanien zu weisen. Der Herr hielt seine schützende Hand über sie. An der Grenze zu Germanien stellten sie einen Asylantrag und wurden in einem Erstaufnahmelager, in einer Turnhalle, untergebracht.
Eines Nachts wurden sie wach durch Feuer, Rauch und laute Schreie. Das Haus brannte, ein grölender Mob applaudierte und skandierte "Flüchtlinge raus! Germanien den Germanen." Joseph fragte einen anderen Heimbewohner, was dies zu bedeuten habe. "Das sind NPD und Pegida", erklärte man ihm. "Sie sind gegen die Islamisierung des Abendlandes."
Joseph verstand nicht, was er meinte. In den nächsten Tagen bezog der Sicherheitsdienst "Drei Könige" eine Wache neben der Unterkunft, und die Familie fühlte sich ein wenig sicherer.
Meine Version der Weihnachtsgeschichte
Es begab sich zu jener Zeit, da ein böser Mann namens Assad Statthalter von Syrien war, dass sich der Zimmermann Joseph mit seinem schwangeren Weibe Maria auf den Weg machte.Doch es war kein sicheres Land und die Familie begab sich auf die Flucht nach Germanien. Sie heuerten einen des Weges kundigen Schlepper an und entlohnten ihn mit Schaffellen, Widderhörnern und selbstgemachtem Käse.
Es wurde eine sehr beschwerliche Reise durch die winterlichen Felder, nur mit Sandalen und einem leichten Tuch bekleidet. An der Grenze zur Provinz Mazedonien wurden sie aufgehalten von einem Zaun aus Nato-Stacheldraht.
Da sein Weib nun gebären sollte, verkrochen sie sich in eine Erdhöhle. Maria gebar einen Sohn und nannte ihn Jesus. Mitarbeiter einer UNO-Hilfsorganisation beschafften eine Krippe und Unterkunft in einem Stall, in dem Rind und Esel lebten, damit das Kind nicht erfriere.
Da geschah ein Wunder: ein heller Stern mit dem Schweif eines Kometen erschien über ihnen. Bei näherer Betrachtung handelte es sich um Leuchtspurmunition, die während der Ausschreitungen an der Grenze abgeschossen worden war. Einige Hirten und zwei Könige erschienen im Stall. Sie brachten Myrrhe und Weihrauch mit und erzählten, dass der dritte König während der Überfahrt über das Mittelmeer ertrunken war.
Joseph hatte Angst um seine Familie und bat die Hirten, ihm einen Weg nach Germanien zu weisen. Der Herr hielt seine schützende Hand über sie. An der Grenze zu Germanien stellten sie einen Asylantrag und wurden in einem Erstaufnahmelager, in einer Turnhalle, untergebracht.
Dort herrschten chaotische Zustände, sämtliche Sprachen Babyloniens erzeugten eine Kakophonie von Lauten. Um ihr Kind zu stillen, zog sich Maria ihr Tuch über den Körper. Nach drei langen Monaten wurden sie in einer Flüchtlingsunterkunft in ein bescheidenes Zimmer eingewiesen. Sie atmeten auf und fühlten sich geborgen. Doch wen der Herr liebt, den prüft er.
Eines Nachts wurden sie wach durch Feuer, Rauch und laute Schreie. Das Haus brannte, ein grölender Mob applaudierte und skandierte "Flüchtlinge raus! Germanien den Germanen." Joseph fragte einen anderen Heimbewohner, was dies zu bedeuten habe. "Das sind NPD und Pegida", erklärte man ihm. "Sie sind gegen die Islamisierung des Abendlandes."
Joseph verstand nicht, was er meinte. In den nächsten Tagen bezog der Sicherheitsdienst "Drei Könige" eine Wache neben der Unterkunft, und die Familie fühlte sich ein wenig sicherer.
Unautorisierte Fortsetzung, weil der Pfarrer in seine Predigt an Heiligabend unbedingt auch dieses Thema einbauen mußte.
Doch die Prüfungen waren noch nicht vorbei, und eines Tages wurde Joseph von eben diesem Heimbewohner erschlagen, weil er anderen Glaubens war.
Und Maria war traurig und wütend, und verlangte eine gerechte Bestrafung für den Täter. Und die "Drei Könige" brachten ihn fort. Jedoch gab es keine Bestrafung, den der Heiler der "Drei Könige" erklärte ihn zum Opfer.
Darüber war Maria enttäuscht, doch sie mußte sich inzwischen, als alleinstehende Frau, gegen die Belästigungen ihrer Mitbewohner und des Sicherheitsdienstes wehren.
Da lief ihr ein großer, schwarzer Hund über den Weg, ein richtiges häßliches, schwarzes Monster. Am Ohr war auf schmerzhafte Weise ein Schild befestigt, das sagte "Angst" , und es war dürr und hatte ein dreckiges Fell. Maria entfernte diese "Angst" und als das Monster den Sicherheitsdienst
anknurrte, und der es treten wollte, stellte sie sich schützend davor.
Und Maria fütterte das Monster, von dem wenigen, das sie hatte, und kümmerte sich um sein Fell. Und als ihr mal wieder ein Mitbewohner zu Leibe rückte, da stellte sich das Monster zähnefletschend vor sie.
Es knurrte aber auch immer den Sicherheitsdienst der "Drei Könige" an, da es mal ihnen gehört hatte, und von ihnen die "Angst" ans Ohr getackert bekam. Daher, und auch weil der Sicherheitsdienst sie nicht schützte, sondern selber zum Problem wurde, strengte sich Maria an, und fand eine eigene Wohnung, und ein Auskommen für sich, ihr Kind und das schwarze Monster.
Und als sie auf offener Straße von Pegida und NPD angegriffen wurde, da riß ihr schwarzes Monster die Angreifer mit aller Wut, und Enttäuschung, und Entschlossenheit auseinander, denn das war sein wahrer Name.
Eines Tages lernte Maria einen jungen Mann kennen, und lieben, der war anderen Glaubens. Und er liebte sie genauso, denn er ehelichte sie gegen den Widerstand seiner Glaubensbrüder. Und immer, wenn diese Glaubensbrüder sie wegen iherer verbotenen Ehe angriffen, stellte sich das schwarze Monster schützend vor das Paar, denn es sah in die Herzen, und nicht auf das Äußere. Und in ihrer Einigkeit gegen alle Angriffe, waren diese drei ein Funke, der alsbald einen gleißenden Lichtstrahl entzündete, und die drohende Dunkelheit in ihre Schranken wies.
Und Maria war traurig und wütend, und verlangte eine gerechte Bestrafung für den Täter. Und die "Drei Könige" brachten ihn fort. Jedoch gab es keine Bestrafung, den der Heiler der "Drei Könige" erklärte ihn zum Opfer.
Darüber war Maria enttäuscht, doch sie mußte sich inzwischen, als alleinstehende Frau, gegen die Belästigungen ihrer Mitbewohner und des Sicherheitsdienstes wehren.
Da lief ihr ein großer, schwarzer Hund über den Weg, ein richtiges häßliches, schwarzes Monster. Am Ohr war auf schmerzhafte Weise ein Schild befestigt, das sagte "Angst" , und es war dürr und hatte ein dreckiges Fell. Maria entfernte diese "Angst" und als das Monster den Sicherheitsdienst
anknurrte, und der es treten wollte, stellte sie sich schützend davor.
Und Maria fütterte das Monster, von dem wenigen, das sie hatte, und kümmerte sich um sein Fell. Und als ihr mal wieder ein Mitbewohner zu Leibe rückte, da stellte sich das Monster zähnefletschend vor sie.
Es knurrte aber auch immer den Sicherheitsdienst der "Drei Könige" an, da es mal ihnen gehört hatte, und von ihnen die "Angst" ans Ohr getackert bekam. Daher, und auch weil der Sicherheitsdienst sie nicht schützte, sondern selber zum Problem wurde, strengte sich Maria an, und fand eine eigene Wohnung, und ein Auskommen für sich, ihr Kind und das schwarze Monster.
Und als sie auf offener Straße von Pegida und NPD angegriffen wurde, da riß ihr schwarzes Monster die Angreifer mit aller Wut, und Enttäuschung, und Entschlossenheit auseinander, denn das war sein wahrer Name.
Eines Tages lernte Maria einen jungen Mann kennen, und lieben, der war anderen Glaubens. Und er liebte sie genauso, denn er ehelichte sie gegen den Widerstand seiner Glaubensbrüder. Und immer, wenn diese Glaubensbrüder sie wegen iherer verbotenen Ehe angriffen, stellte sich das schwarze Monster schützend vor das Paar, denn es sah in die Herzen, und nicht auf das Äußere. Und in ihrer Einigkeit gegen alle Angriffe, waren diese drei ein Funke, der alsbald einen gleißenden Lichtstrahl entzündete, und die drohende Dunkelheit in ihre Schranken wies.
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